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Homo Punk History

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Product no.: 700084
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Homopunk History – von den Sechzigern bis in die Gegenwart. Von Plastic Bomb Autor Philipp Meinert. Dass Punk in einem ethymologischen Sinne nicht nur soviel wie »Abschaum«, »Dreck« und »Müll« bedeuten kann, sondern auch in Nordamerika ein Slangwort für einen männlichen Homosexuellen im Gefängnis ist, steht inzwischen in jeder besseren Einführung zu dieser Subkultur. Der urbane Sumpf, aus dem Punk hervorkroch, war alles andere als heterosexuell und männlich geprägt. Dort tummelten sich die New Yorker Prä-Punks von The Velvet Underground um den bisexuellen Lou Reed oder die mit Geschlechterrollen spielenden New York Dolls. Und auch als Punk Ende der Siebziger explodierte, war er geprägt von der gemeinsamen Vergangenheit mit der schwul-lesbischen Kultur. Die Schlüsselfiguren der späteren Londoner Punkszene trafen sich bevorzugt in Homo-Bars, die bürgerlichen Vorstellungen von »Männlichkeit« und sexueller Identität wurden zusammen mit der Musik­geschichte entsorgt. Aber schnell wurden Punk und sein Subgenre Hardcore immer brutaler, lauter und männlicher. Viele Schwule, Lesben und Queers kehrten der Szene den Rücken oder verblieben ungeoutet im Schrank, bis mit Bruce LaBruce und G.B. Jones zwei Punks in Toronto Mitte der 1980er die Queercore-Bewegung ins Leben riefen und in den Neunziger Jahren eine jüngere Generation von Punks zunehmend offener mit dem Thema umgingen. »Homopunk History« geht auf die Suche nach den Nischen, in denen Punk trotz allem abweichende sexuelle Identitäten möglich machte. Denn es gab weiterhin Refugien, in denen sich Punk seine Offenheit bewahrte. Es enthält außerdem 14 exklusive und ausführliche Interviews mit folgenden LGBTIQ*-Persönlichkeiten der Punk- und Hardcore-Szene: Danny Fields Wichtiger Strippenzieher der New Yorker Prä-Punkszene, u.a. Manager der Ramones von 1975 bis 1980 Jayne County Erste transsexuelle Rocksängerin und Szenefigur im New York der Sieziger Bertie Marshall Mitglied des Bromley Contingents, dem erweiteren Freundeskreis der Sex Pistols, in London Siobhan Fahey Filmemacherin und »Rebel Dyke«, einer lesbischen Punkclique Mitte der Achtziger in London Wolfgang Müller Mitglied der Berliner Punkband Die Tödiche Doris, Schaffer des Begriffs »Geniale Dilletanten« Phranc Teil der L.A.-Punkszene, bekannt geworden vor allem als »All American Jewish Lesbian Folk Singer« Mike Bullshit Sänger der NYHC-Band GO! und Fanziner (»Bullshit Monthly«) Bruce LaBruce Queercore-Pionier, Mitherausgeber des ersten queeren Punkzines »J.D.s« und heute bekannt als Filmemacher Vaginal Creme Davis Intersexuelle Queercore-Künstlerin und Fanzinerin aus Los Angeles Lynn Breedlove Sänger der Dykecoreband Tribe 8, heute u.a. Comedian und Autor Kieran Plunkett Sänger der Anarchopunkband The Restarts Martin Sorrondeguy Sänger u.a. bei Limp Wrist Alex Tsitsigias Sänger bei Schrottgrenze Anti-Corpos Lesbische Hardcoreband aus Brasilien, derzeit in Berlin

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